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Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2007 Dienstleister der Informationsgesellschaft: Konjunkturelle Lage weiterhin stabil - positiver Jahresabschluss 2006

Dienstleister der Informationsgesellschaft: Konjunkturelle Lage weiterhin stabil - positiver Jahresabschluss

Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"

Neuss / Mannheim, 11.01.2007

Der ZEW-IDI, Stimmungsindikator für den Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft, ist im vierten Quartal 2006 leicht um 0,2 Punkte gestiegen und liegt nun bei einem Wert von 64,3 Punkten. Die Geschäftslage beurteilen die Unternehmen des Wirtschaftszweigs im vierten Quartal 2006 positiv. So ist der Teilindikator, der die Entwicklung der aktuellen Geschäftslage widerspiegelt, im vierten Quartal 2006 um 7,1 Punkte auf 66 Punkte gestiegen. Skeptisch sind die Unternehmen des Wirtschaftszweigs jedoch hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung ihrer Geschäfte: Der entsprechende Teilindikator ist im vierten Quartal 2006 um 7,2 auf jetzt 62,6 Punkte gesunken. Dies ist Ergebnis einer Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im November und Dezember 2006 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage siehe Ende der Pressemitteilung).

Knapp ein Drittel der Unternehmen des Wirtschaftszweigs Dienstleister der Informationsgesellschaft beurteilt die Umsatzsituation im vierten Quartal 2006 positiv, ebenfalls etwa ein Drittel die Nachfragesituation. Dies gilt insbesondere für die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater, IKT-Händler sowie die Unternehmen der Branche Forschung und Entwicklung. Mehr als die Hälfte der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater berichtet im vierten Quartal 2006 von gestiegenen Umsätzen. Auch bei mehr als einem Drittel der IKT-Händler und der Unternehmen der Branche Forschung und Entwicklung sind im vierten Quartal 2006 die Umsätze gestiegen. Eine besonders positive Nachfragesituation zeigt sich bei den Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern und IKT-Händlern. Mehr als die Hälfte der Unternehmen dieser Branchen berichten im vierten Quartal 2006 von einer gestiegenen Nachfrage.

Die gute Geschäftslage im vierten Quartal 2006 gibt auch dem Arbeitsmarkt Aufschwung. So hat etwa ein Viertel der Unternehmen des Wirtschaftszweigs Dienstleister der Informationsgesellschaft im vierten Quartal 2006 mehr Personal eingestellt als entlassen. Vor allem bei den Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern, den Unternehmensberatern sowie den technischen Beratern und Planern ist die Personalsituation erfreulich. Der Anteil der Unternehmen, die im vierten Quartal 2006 Personal eingestellt haben, überwiegt den Anteil der Unternehmen, die Personal entlassen haben, bei den Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern um etwa die Hälfte und bei den technischen Beratern und Planern um etwa ein Drittel.

Der Teilindikator, der die Geschäftserwartungen der Dienstleister der Informationsgesellschaft für das erste Quartal 2007 widerspiegelt, ist im vierten Quartal 2006 im Vergleich zum dritten Quartal 2006 um 7,2 Punkte gefallen und liegt jetzt bei 62,6 Punkten. Die zurückhaltenden Erwartungen für das erste Quartal 2007 spiegeln möglicherweise die Unsicherheit der Unternehmen des Wirtschaftszweigs bezüglich der Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung wider. Besonders ausgeprägt ist diese zurückhaltende Erwartung der Geschäftsentwicklung bei den Architekten. Mehr als ein Fünftel der Unternehmen dieser Branche rechnet für das erste Quartal 2007 mit sinkenden Umsätzen und einem Rückgang der Nachfrage. Eine sinkende Nachfrage erwarten für das erste Quartal 2007 auch die Unternehmen der Werbebranche und die technischen Berater und Planer. Die künftige Ertrags- und Personalentwicklung beurteilen vor allem die Architekten sowie die EDV-Dienstleister und -Vermieter negativ. So rechnet mehr als ein Viertel der Architekten mit einem sinkenden Personalbestand.

Optimistisch blicken hingegen die Unternehmen der Branchen Telekommunikationsdienstleistungen sowie Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung auf das erste Quartal 2007. Mehr als die Hälfte der Unternehmen dieser Branchen rechnet mit steigenden Umsätzen.

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Ihre Ansprechpartner beim ZEW

ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Jenny Meyer
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien
L 7, 1
68161 Mannheim

Tel.: 06 21 / 12 35-166
Fax:  06 21 / 12 35-333

  meyer@zew.de
  www.zew.de

Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und Umweltökonomik tätig.

Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.

Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung

Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen (jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100 annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.

Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:

ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)

Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.

Allgemeine methodische Hinweise (PDF)

Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)



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Ihr Ansprechpartner

Verband der Vereine Creditreform e.V.
Herr Michael Bretz
Wirtschaftsforschung

Tel.: 0 21 31 / 109-171
Fax: 0 21 31 / 109-176

 analysen@creditreform.de
Downloads

ZEW-Dienstleistungsreport: 4. Quartal 2006
(PDF, 208 KB)
 
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